Weihnachten
steht schon bald vor der Tür und das bedeutet auch, dass unsere Backöfen wieder
auf Hochtouren laufen. Es gibt doch nichts schöneres, als sich die
Vorweihnachtszeit mit ein paar Plätzchen zu versüßen. Erst wenn der Duft der frisch
gebackenen Plätzchen das Haus durchströmt, kommt bei mir das richtige
Weihnachtsfeeling auf.
Damit beim
Backen aber auch nichts dem Zufall überlassen wird, habe ich mal meine
jahrelang bewährten Tipps und Tricks rund um das Backen von Plätzchen
zusammengestellt.
Vor dem Backen:
· Rezept gründlich durchlesen: Manche Teige müssen einen Tag vor dem Backen zubereitet
werden. Überprüfen, ob alle benötigten
Zutaten vorhanden sind.
· alle
Zutaten und Materialien bereitstellen. Vor allem die Butter rechtzeitig vor dem
Backen aus dem Kühlschrank holen.
· hochwertige Zutaten verwenden: klar frisch müssen sie
sein, aber bei manchen Zutaten ist es auch wichtig, wirklich hochwertige
Produkte zu verwenden – z.B. bei Kakao,
Nüssen und Mandeln.
Auch Zitronen oder Orangen sollten, zumindest, wenn die Schale verwendet wird, Bio sein. Auch die Eier sollten von glücklichen Hühnern stammen. Ich bekomme meine direkt
von der Bäuerin im Nachbardorf, denn da weiß ich, dass die Hühner sehr gut
gehalten werden.
Zubereitung des Teigs:
· Ruhezeit einplanen: Die meisten Plätzchenteige sollten
vor der Verwendung mindestens 1-2 Stunden im
Kühlschrank ruhen. Bei Mürbeteigplätzchen: Den Teig einen Tag vorher vorbereiten und kühl lagern. Ca. 30 Minuten vor
dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, da er sonst wegen der Kälte brüchig werden
kann.
· Mehl,
Kakao, Puderzucker und andere pulvrige
Zutaten sieben.
· Mürbeteigplätzchen
werden mit Puderzucker statt Kristallzucker
noch feiner.
Verarbeitung des Teigs: Ausrollen und Ausstechen
· Bei
größeren Mengen den Teig portionsweise aus dem Kühlschrank holen.
· Wird
der Teig während der Verarbeitung zu klebrig,
stellt man ihn nochmal für 20-30 Minuten
in den Kühlschrank.
· Wird
der Teig krümelig, kann ein wenig eiskaltes Wasser darunter geknetet
werden. Gerade bei Mürbteig sind kalte Hände vorteilhaft.
· Legt
man Frischhaltefolie über den Teig,
braucht man kein zusätzliches Mehl für das Nudelholz. So verhindert man, dass
die Plätzchen zu trocken werden und bröseln.
· Ausstechen
der Plätzchen: Der Teig wird durch mehrmaliges Kneten und die erneute Zugabe
von Mehl brüchig und trocken. Daher besser kleinere
Portionen des Teigs ausrollen
und möglichst dicht nebeneinander ausstechen.
· Damit
die Plätzchen ihre Form behalten,
können sie aber auch direkt auf dem Backpapier ausgerollt und ausgestochen
werden: Oft verzieht sich die Form der Plätzchen, wenn man sie von der
Arbeitsfläche auf das Backpapier legt. Daher mache ich, wenn ich besonders
schöne Plätzchen erhalten will, seit ein paar Jahren Folgendes: Der Teig wird
direkt auf dem Backpapier ausgerollt. Dafür das Backpapier und das Nudelholz zunächst
leicht bemehlen und einen Teil des
Teiges auf dem Backpapier leicht platt drücken. Nun bittet man am besten eine
zweite Person, das Backpapier festzuhalten. (Oder wenn man alleine ist, klemmt man
es mit der eigenen Hüfte an der Arbeitsplatte fest, dann kann man allerdings
nur von sich weg ausrollen und muss das Papier gelegentlich drehen). Den Teig
vorsichtig und mit wenig Druck ausrollen.
Jetzt können die Plätzchen ausgestochen werden. Bei dieser Methode sollte
allerdings ausreichend Platz zwischen
den Plätzchen gelassen werden, damit sie wenn sie noch etwas aufgehen,
nicht aneinander kleben. Nun werden nicht – wie normalerweise – die Plätzchen
umgesetzt, sondern der Teig zwischen den
Plätzchen wird weggenommen. So
gelingt es, dass die Plätzchen ihre Form behalten und, dass bei besonders filigranen
Formen nichts schon vor dem Backen abbrechen kann.
· Bleibt
der Teig beim Ausstechen an den Förmchen hängen, werden die Förmchen gelegentlich in Mehl getaucht.
Backen:
· Backzeit einhalten: im Ofen sehen viele Plätzchen noch
weich aus und oft denkt man, die brauchen noch länger und kurz darauf werden
sie schwarz. Die Backzeit sollte nicht zu sehr ausgedehnt werden, die Plätzchen
werden nämlich erst nach dem Auskühlen richtig knusprig und fest. Da jeder
Backofen ein bisschen anders Heizt, sollte auch auf eigene Erfahrungswerte
geachtet werden.
· Am
besten Heißluft einschalten, so
können auch mehrere Bleche gleichzeitig gebacken werden. Hier allerdings 20
Grad kühler als bei Ober-/Unterhitze.
Resteverwertung:
· Bleibt
am Ende noch Teig übrig, kann dieser in Frischhaltefolie gewickelt eingefroren werden.
· Mürbeteig
kann auch für ein einfaches und schnelles Apple-Crumble
verwendet werden. Dafür Äpfel entkernen und würfeln, mit etwas Zucker und Zimt
in einer kleinen Auflaufform verteilen und den restlichen Teig als Streusel
darüber geben. Für 25 Minuten bei 180 Grad backen.
Lagerung:
· Plätzchen
auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
· Werden
die Plätzchen nach dem Backen verziert (z.B. mit Schokolade oder Zuckerguss)
muss die Glasur auch völlig getrocknet sein.
· In
einer Blechdose aufbewahren.
· Knusprige Plätzchen: die Blechdose luftdicht verschließen. In Plastikdosen werden die Plätzchen mit der Zeit weich.
· Eher
weiche Plätzchen (wie Lebkuchen):
den Deckel der Blechdose nicht komplett verschließen. Geschälte Apfelscheiben
geben auch etwas Feuchtigkeit ab und können in die Dose dazugegeben werden.
· Mehrere
Lagen Plätzchen werden durch Backpapier getrennt.
Viel Spaß beim Backen!
Caro






Tolle Tipps hast du zusammengestellt. :) Bin bislang noch gar nicht so richtig zu backen gekommen, werde es aber diese Woche definitiv nachholen :)
AntwortenLöschenDanke dir.
LöschenJa, ich bin dieses Jahr auch ein bisschen spät dran gewesen. Aber was solls, hauptsache bis Weihnachten sind genug selbstgebackene Plätzchen da ;)
Klasse Tipps meine Liebe ! Und dne Bilder sind auch richtig klasse geworden ♥
AntwortenLöschenLiebe Grüße Steffi
Danke liebe Steffi :)
LöschenEs ist immer kurz vor Weihnachten in meinem Kalender! :-)
AntwortenLöschenBesonders ist heute bei uns in Süddeutschland sooooo viel Schnee gefallen, da passen diese zuckersüßen Plätzchen einfach dazu.